Tag 5:

Das Licht ist gedimmt. Neben mir blubbelt eine Kaffeemaschine vor sich hin und verströmt einen angenehmen Kaffeegeruch.
Auf einem riesigen Schreibtisch stehen 3 Bildschirme, links und rechts davon Verstärker, Videoplayer, Schallplattenspieler und Tonbandträger. An den Wänden hängen Plakate von „The Verve“ und „Oasis“ und edlichen Musikfestivals, dich ich nicht kenne.

bin ich hier noch bei der Deutschen Welle oder in einer Musikproduktionsfirma?

Heute durfte ich jede Menge Musik digitalisieren. CD’s um genau zu sein.

Schwer vorstellbar, dass heutzutage nicht alles digital verfügbar ist.

Aber es gibt Musik und Töne außerhalb des Mainstream. Die spielt kein Radio, die hat keine Musikapp in der Datenbank. 

Und da kommt das Digitalisieren ins Spiel.

Das bedeutet konkret:
CD in das PC Laufwerk einlegen, Audiobearbeitungsprogramm öffnen, Musiktitel extrahieren, Musiktitel schneiden.

Für die Redakteure von Reportagen ist es wichtig, dass die Musiktitel sowohl am Anfang, als auch am Ende wenig „Leerspur“ haben. Bedeutet, der Titel läuft zwar noch, unser menschliches Ohr hört aber nichts mehr.

Selten wird während einer Fernsehsendung ein Titel komplett eingespielt. Meist sind es nur Ausschnitte. Je weniger Leerspur vorhanden ist, desto besser kann der Redakteur einen Teil des Titels einspielen.
Also musste jeder Titel bearbeitet (geschnitten) werden.

Ich hörte also den ganzen Tag Musik.
Ein bisschen Tango, ein bisschen Zirkusmusik.

Und am Ende des Tages gab es zur entspannung ein bisschen Oasis auf die Ohren.

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